Feuerwehr St. Goar besuchte Partnerschaftsfeuerwehr in Chatillon en Bazois

Freundschaft bedeutet, Freundschaft zu leben. Am 31.05.2018 starteten 28 Kameraden der St. Goarer Einheit zu einem viertägigen Aufenthalt nach Chatillon en Bazois (Burgund/Frankreich). Seit den 1980er Jahren verbindet die Feuerwehren St. Goar und Chatillon en Bazois eine tiefe Verbundenheit. Im Wechsel von zwei Jahren besuchen sich die Einheiten gegenseitig, des Weiteren finden regelmäßige Treffen bei Veranstaltungen der jeweiligen Gemeinden statt.

Nach Ankunft am Gerätehaus in Chatillon wurde die mittelrheinische Reisegesellschaft in gewohnter Weise auf´s Herzlichste von unseren französischen Gastgebern willkommen geheißen. 20 Kameraden schlugen ihr Quartier im Schulungsraum des Gerätehauses auf, weitere acht Kameraden nutzten das Angebot einer Pension. Nachdem alle gut untergebracht waren, stand unter Begleitung des Fanfaren – Corps der französischen Feuerwehreinheit das Antreten mit Fahnenhissen und spielen der Nationalhymen auf dem Programm.

Nach einem ausgiebigen Frühstück am Freitagmorgen, gedachten die St. Goarer Kameraden unter großer Anteilnahme der französischen Kameraden den in den vergangenen Monaten verstorbenen, französischen Einsatzkräfte Alain und „Dou Dou“ mit einer Kranzniederlegung auf dem Friedhof.

Im Anschluss stand für die wassererprobten St. Goarer Kameraden eine Tretboot und Kanufahrt auf dem durch Chatillon fließenden Kanal im Programm. Mit verschiedenen deutschen Bratwürsten, selbstgemachtem Kartoffelsalat (vor Ort) und Getränken einer rheinischen Brauerei begann um 19:00 Uhr der deutsche Abend, welcher sich bis in die frühen Morgenstunden des Samstags, hinzog. Nach dem Frühstück im Gerätehaus stand der französische Tag auf dem Programm, hierzu hatten sich unsere französischen Freunde wieder etwas Besonderes einfallen lassen. In zehn gemischten Gruppen ging es zum Luftgewehrschießen und Boule – Spielen. Die Treffsicherheit der St. Goarer Kameraden ließ jedoch beim Boule- Spiel sehr zu wünschen übrig. Nachmittags wurden beide Einheiten zu einer gemeinsamen Übung alarmiert. „Verkehrsunfall, eingeklemmte Personen, vier Fahrzeuge beteiligt!“

Bei dieser Übung wurde das komplette feuerwehrtechnische Fachwissen, sowohl in der patientengerechten.- sowie der Crash – Rettung, Erstversorgung von Verletzten und dem Sicherstellen des Brandschutzes, abgefordert.

In einem Übungsnachgespräch diskutierte man die unterschiedlichen technisch – taktischen Vorgehensweisen der französischen und deutschen Feuerwehren. Es folgte, bei geschätzten 35 Grad in Einsatzkleidung, der obligatorische zwei stündige Umzug durch Chatillon. Unter Begleitung des französischen Fanfaren – Corps, wurde kurzer Hand der innerörtliche Verkehr lahmgelegt. Dies wäre in Deutschland undenkbar! Der französische Tag endete mit allerlei genussvollen Leckereien aus Burgund.

Am Sonntagmorgen stand wie so oft schon, die Heimreise an. Eine franz. Verabschiedung dauert eben etwas länger, wie geplant. Mit ca. einer Stunde Verspätung, traten die Mittelrheiner ihren 625 Km langen Heimweg an. In St. Goar eingetroffen, den Bus entladen, hatte uns der Alltag schnell wieder. Es wurde mal wieder unser Lied gespielt, Bootshavarie Höhe Oberwesel.

Die Einheit St. Goar möchte sich auch auf diesem Wege, für die Übernahme der Einsatzbereitschaft bei den umliegenden Wehren recht herzlich bedanken.

(Text/Foto: Freiwillige Feuerwehr St.Goar)