St. Goar im SWR Fernsehen

In der Rubrik „Hierzuland“ sendet das SWR Fernsehen liebevolle und sehenswerte Ortsporträts. Ein Beitrag über die Heerstraße in St. Goar läuft am Freitag, 10.5., ab 18:45 Uhr innerhalb der „Landesschau Rheinland-Pfalz“.

Napoleon ließ sie für den Aufmarsch seines Heeres ausbauen, seitdem trägt die wichtigste Straße von St. Goar ihren Namen: Heerstraße. Und auch heute noch rücken hier Heere an, zumindest im Sommer: Die Touristenheere. In den Cafés und Restaurants der Heerstraße hört man viel Englisch, aber auch Chinesisch. Die Gäste bekommen hier ein Stück "Good old Germany" serviert, oder zumindest das, was viele darunter verstehen: Altes Fachwerk, Jägerschnitzel, Kaffee und Kuchen. Dazu Andenkenläden, in denen man Bierseidel und Kuckucksuhren erwerben kann. Nicht ganz typische Mitbringsel aus einer Weinstadt am Rhein, aber so genau nimmt man es hier nicht.

Irgendwie wirkt hier alles so, als sei die Zeit in den 50er-Jahren stehengeblieben. Dabei will St. Goar eigentlich den Aufbruch in die Zukunft wagen, 2029 soll hier die Bundesgartenschau stattfinden. Das Projekt "Modellstadt St. Goar" hat auch in der Heerstraße schon zu Veränderungen geführt. Da, wo die Rheinuferstraße mündet, ist der "Rheinbalkon" entstanden, eine Art Aussichts- und Aufenthaltsplattform für Besucher.

Doch für viele Anwohner hat der in den Rhein ragende graue Betonklotz nur wenig Charme. Es sind vor allem ältere Bürger, die in der Heerstraße noch wohnen. Die jungen ziehen meistens von hier weg, denn außer in der Gastronomie gibt es kaum Arbeitsplätze in St. Goar.

Quelle: Pressemitteilung des Fernsehen