Die Geisterstadt „Sangewer“ feiert Fassenacht

Am Freitag, den 22.02. fand in der Rheinfelshalle St. Goar, die große Kostümsitzung der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiss Sangewer statt. In der Halle ging es, ganz anders als das Kampagnenmotto es vermuten lässt,  aber nicht grau, trist und geisterhaft zu: Das Programm bot bunte, spektakuläre und kurzweilige Unterhaltung für das Publikum in der vollbesetzten Halle.


Die Grippewelle macht keine Ausnahmen
Dabei begann der Abend gar nicht optimal: Da der Sitzungspräsident Rico Wellnitz krankheitsbedingt verhindert war, musste Markus Kramb als Ersatz einspringen. Allerdings fiel diese Aufgabe dank des  tollen Programms, das Rico Wellnitz in den vergangenen Wochen zusammengestellt hatte, nicht sonderlich schwer. Manchen Zuschauenden fiel es gar nicht auf, dass hier kurzfristig umgeplant werden musste.

Grüße aus Bad-Salzig, Boppard und Moskau
Pünktlich um 19:33 Uhr zogen die Rot-Weissen mit ihrem hauseigenen Spielmannszug „LyFlöTros“, unter der Leitung von Petra Engelbert-Belzer, in die Narhalla ein und sorgten schon das erste Mal für Stimmung im Saal.
Die erste Hälfte der Sitzung bot eine bunte Mischung an Tänzen und Vorträgen: Ob sich zwei ungleiche Hausfrauen unterhielten (Brigitte Kuhn und Gisela Wellnitz), eine Obdachlose die Geisterstadt erkundete (ebenfalls Brigitte Kuhn) oder sich die Götter im Olymp für eine tänzerische Kriegsführung entschieden, allesamt wussten sie zu überzeugen. Besonders erfreulich ist hierbei, dass die große Familie der Karnevalisten zusammenhält und so kamen Tanzgruppen aus Werlau, Oppenhausen und die Prinzenpaare aus Boppard und Bad Salzig sogar gleich zusammen auf die Bühne. Ein Bild für die Götter oder vielmehr den närrischen Gott Jokus.

Zwischen Schönheitswahn und Gardetanz
Nichts gehört so sehr zur Fassenacht wie der Gardetanz und hier boten die hauseigene Tanzgarde, natürlich der Höhepunkt einer solchen Sitzung, und die Tanzgarde aus Wiebelsheim Leistungen auf höchstem Niveau an. Aus Oppenhausen kam in der zweiten Hälfte sogar schon die dritte Tanzgruppe auf der Bühne zum Vorschein und dem Betrachter fällt auf, dass in Oppenhausen nicht nur mit großer Leidenschaft getanzt wird, sondern auch mit Disziplin und Akribie.

Für Lacher sorgten die Brandswaldhexen, die dem gesellschaftlichen Jugendwahn auf einer Schönheitsfarm nachgingen und Mechthild und Walter Werber als Hugo und Gerda.
Gebührend wurde das Publikum mit einem tänzerischen Highlight aus Emmelshausen in die Pause verabschiedet: Die Sternenschimmer brachten Grüße aus Moskau und einen Vorgeschmack auf die Zusammenlegung der Verbandsgemeinden
Zwischen Schönheitswahn und Gardetanz
Nichts gehört so sehr zur Fassenacht wie der Gardetanz und hier boten die hauseigene Tanzgarde, natürlich der Höhepunkt einer solchen Sitzung, und die Tanzgarde aus Wiebelsheim Leistungen auf höchstem Niveau an. Aus Oppenhausen kam in der zweiten Hälfte sogar schon die dritte Tanzgruppe auf der Bühne zum Vorschein und dem Betrachter fällt auf, dass in Oppenhausen nicht nur mit großer Leidenschaft getanzt wird, sondern auch mit Disziplin und Akribie. Für Lacher sorgten die Brandswaldhexen, die dem gesellschaftlichen Jugendwahn auf einer Schönheitsfarm nachgingen und Mechthild und Walter Werber als Hugo und Gerda. Nicht nur Damen können tanzen
In den letzten Jahren ist es in St. Goar schon zu einer Tradition geworden die Sitzung mit dem eigenen Männerballett, den „Sangewerer Zipfelbuben“ zu beenden. Auch in diesem Jahr bot die Gruppe eine unterhaltende und tänzerisch nicht zu unterschätzende Leistung für das tobende Publikum. Sie bildeten einen gelungenen Abschluss für den Abend und entließen die  Närrinnen und Narren im Saal in den wohlverdienten „Feierabend“ – Klatschen ist schließlich auch anstrengend. Und so klang die Veranstaltung unter musikalischer Begleitung von Helmut Kwiczorowski, der den ganzen Abend souverän begleitete, langsam aus.


Text: KG Rot Weiss Sangewer