Der künftige „Stadtladen 2020“ wird die St. Goarer Innenstadt beleben.

„Unsere ständigen Bemühungen, dem Leerstand in unserer Stadt entgegenzuwirken,“ das erklärte Stadtbürgermeister Horst Vogt, „stehen vor einem ersten Erfolg.“ Gemeinsam mit der Geschäftsleitung der Rheinwerkstatt aus Boppard und dem Eigentümer der zurzeit noch leerstehenden Immobilie des ehemaligen Schleckerladens wurde jetzt das Konzept „Stadtladen St. Goar 2020“ entwickelt. Horst Vogt: „Damit werden wir die St. Goarer Innenstadt beleben“.

Danach soll der künftige Stadtladen als Arbeitsgruppe der Rheinwerkstatt geführt werden.Auf der zur Verfügung stehenden Ladenfläche von rund 400m² sind in gemeinsamer Überlegung mit der Stadt St. Goar folgende Angebote vorsehbar:

  • Weiterbetrieb des bisherigen Stadtladens mit Warengruppen des täglichen Bedarfs (Lebensmittel, Getränke, Hygieneartikel, ) und mit Artikeln aus der Senf- und Ölmühle
  • Annahmestelle für TOTO-LOTTO
  • Schreibwaren
  • DHL-Shop (aus rechtlichen Gründen und aufgrund der Komplexität nicht durch die Rheinwerkstatt zu betreiben)
  • Optional wären Artikel aus der Gärtnerei der Rheinwerkstatt, auch eine Erweiterung durch einen Getränkehandel

Angestrebt wird auch die Unterbringung einer Arbeitsgruppe der Rheinwerkstatt für Konfektionierungs- und Verpackungsaufträgen.  Denkbar  wäre zudem  der  Versuch, einen Bringdienst der Einkäufe für ältere Käuferinnen und Käufer zu etablieren. Die Öffnungszeiten sollten die handelsüblichen Bedarfszeiten der Werktage abdecken.

Derzeit arbeiten im jetzigen Stadtladen 4 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderung sowie eine Vollzeitangestellte und zwei geringfügig Beschäftigte. 

Angestrebt wird die Erweiterung um mindestens eine Vollzeitstelle in der Gruppenbetreuung und eine Mitarbeiterschaft von rund 12 Werkstattmitarbeiterinnen und Werkstattmitarbeiter.

Das angestellte Fachpersonal hat neben einer Ausbildung im technischen oder kaufmännischen Bereich zusätzliche pädagogische Qualifikationen. In diesem Sinne splittet sich auch der Arbeitsinhalt einer Gruppenleitung in einen fachlichen (50%) und in einen pädagogischen Teil (50%). Das angestellte Personal untersteht der Werkstattleitung.

Der Stadtladen in St. Goar bietet den Menschen mit Behinderung ein attraktives, abwechslungsreiches und anspruchsvolles Tätigkeitsfeld. Gleichzeitig ist der Standort im weitläufigen Einzugsgebiet der Rheinwerkstatt eine  regionale Erweiterung, die potentiellen Klienten der Rheinwerkstatt buchstäblich entgegen- kommt und mehr eingeschränkten Menschen einen Zugang zur Teilhabe am Arbeitsleben ermöglicht. Diese Gruppe leistet zudem einen wichtigen Beitrag zur Grundversorgung der Bürgerinnen und Bürger der Stadt St. Goar.

In einer langfristigen Kooperation mit der Stadt St. Goar könnte die bestehende erfolgreiche Zusammenarbeit für beide Seiten, Rheinwerkstatt und Stadt, weiter ausgebaut werden. Zur Unterstützung der Einrichtung wird von der Stadt eine in ihrer Höhe sehr übersichtliche Behindertenabgabe erbeten.

Stadtbürgermeister Horst Vogt wird für den 30. April 2019 eine Sondersitzung des Stadtrates einberufen, bei der das Konzept detailliert vorgestellt wird und er um die Zustimmung zu dem Projekt bittet.

 

So – aber mit anderer Bezeichnung könnte der
"Stadtladen 2020" aussehen.