Stadtbürgermeister Horst Vogt hatte am 28. April 2019 zum Bürgerempfang in die Rheinfelshalle eingeladen.

Zahlreiche St. Goarer Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung gefolgt um Rückblick auf das vergangene Jahr und Ausschau auf 2019 zu nehmen.

Neben den Ortsvorstehern von St. Goar und Werlau, Angehörigen aus kommunalen Gremien, Bürgermeistern der Nachbargemeinden, Vertretern der Vereine konnte Horst Vogt den Bürgermeister der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel, Thomas Bungert, den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Emmelshausen, Peter Unkel, den städtischen Beigeordneten Gerhard Rolinger und den 1. Beigeordneten der Stadt Emmelshausen, Frank Fischer, begrüßen.

Der Musikverein St. Goar mit ihrem Dirigenten Uwe Hanß sorgte beschwingt für den musikalischen Rahmen.

Der St. Goarer Stadtbürgermeister erinnerte in seinem Rückblick auf das Jahr 2018 an den Bürgerentscheid zu Beginn des Jahres. Knapp 70 Prozent der Wähler erteilten dem Vorhaben einer Bürgerinitiative, dass zuerst und ausschließlich Fusionsgespräche mit der Stadt Boppard geführt werden sollen, eine klare Absage.

Somit war der Weg bereitet zeitnah Verhandlungen mit der Verbandsgemeinde Emmelshausen aufzunehmen, die zur Unterzeichnung der Fusionsvereinbarung führten.

Der Spatenstich zum Umbau der Jugendherberge, die Eröffnung der Turner-Route, ein neues Feuerwehrfahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr St. Goar, die Flüchtlingshilfe waren weitere wichtige Veranstaltungen und Aktionen im vergangenen Jahr.

 

Für den Stadtladen wird ein neues Konzept erarbeitet, das einen Umzug in den ehemaligen Schleckermarkt vorsieht. Das bereits bestehende Angebot wird zur Freude der älteren Menschen erweitert.

Das Vorhaben des Hauses Hohenzollern, die Burg Rheinfels in deren Besitz bringen zu wollen, löste große Unruhe in der Stadt und den Gremien aus. Ein sehr komplexer Rechtsstreit muss geführt werden, der sich möglicherweise auf mehrere Jahre erstrecken wird und zur Folge hat, dass geplante große Baumaßnahmen auf der Burg erst einmal zurückgestellt werden.

Das Jahr 2019 hält noch viele Aufgaben bereit. Voraussetzung ist der verabschiedete ausgeglichene Haushalt. Gebühren- und Steuererhöhungen waren nicht erforderlich.

Obwohl Teile der Vorhaben teurer geworden sind, ohne dass Bürgermeister und Stadtrat einen Einfluss darauf hatten, konnten alle Wünsche der Ortsbeiräte in den Haushalt aufgenommen werden.

Stadtbürgermeister Horst Vogt führt aus, wie wichtig die Sicherung des Schul- und Kindergartenstandortes ist. Seit Jahren werden viele Kosten freiwillig von der Stadt übernommen, so z. B. die Beförderungs- und Personalkosten für die Nachmittagsbetreuung der Kinder. Die Rheinfels-Schule erhält eine neue Heizungsanlage, der Kindergarten einen zusätzlichen Gruppenraum.

Der Rathausplatz und der Rheinbalkon wurden in den letzten Tagen fertiggestellt und erste Vorarbeiten für den Festplatz ausgeführt. Der Ausbau der Breitbandinfrastruktur wird voraussichtlich in einem Jahr abgeschlossen.

Bei der BUGA 2029 ist St. Goar prioritärer Standort Dies gibt Hoffnung auf  eine positive nachhaltige Entwicklung. Nicht nur in St. Goar sondern für die ganze Mittelrheinregion.

Das neue Stadtumbaugebiert „Ortsteil Biebernheim mit Burg Rheinfels“ wurde in das Städtebauförderungsprogramm „Stadtumbau“ des Landes Rheinland-Pfalz aufgenommen. Die Zuschüsse aus dem Förderprogramm ermöglichen viele öffentliche Sanierungsmaßnahmen, aber auch private Sanierungsmaßnahmen umzusetzen..

Die Pläne für die Neugestaltung des Rheinvorlandgeländes zwischen ehemaliger Panzerrampe und Rheinbalkon wurde kürzlich im Rahmen einer Einwohnerversammlung vorgestellt. Das Gelände wird als Grünfläche angelegt. Zusätzlicher Retentionsraum wird geschaffen.

Anfang Mai beginnt der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM) mit dem Ausbau der K 100 zwischen Biebernheim und Pfalzfeld. Ende Juni sollen die Arbeiten beendet sein.

Voraussichtlich noch vor dem Winter wird die L 213 im Bereich des Werlauer Hanges wiederhergerichtet und für den Verkehr vollständig freigegeben.

In seinen Grußworten ging Verbandsgemeindebürgermeister Thomas Bungert auf den bevorstehenden Rechtsstreit mit dem Hause Hohenzollern ein, den er als langwierig und sehr komplex einschätzt und möglicherweise erst in oberster Instanz entschieden wird.

Die Problematik "Bahnlärm" wird die Gemeinden am Mittelrhein noch viele Jahre begleiten. Das Katz und Mausspiel muss ein Ende haben. Deshalb beabsichtige er eine Klage gegen die Deutsche Bundesbahn einzureichen.

Stadtbürgermeister Horst Vogt bedankte sich bei den Bürgerinnen und Bürgern, mit einem guten Glas „Vinum Sancti Goaris“ für ihr großes Interesse an der St. Goarer Stadtpolitik.