Alte Weine machen Platz für neue

Der Weinkonvent stellt sein Jahresprogramm vor

Bevor der Präsident des Weinkonventes zum Heiligen Goar Karl Josef Perscheid im vollbesetzten Konventsraum auf Burg Rheinfels in die Tagesordnung des Ordentlichen Konzils einstieg, gedachte er zusammen mit den Weinschwestern und Weinbrüdern des plötzlich und allzu früh im Februar verstorbenen Hermann Gewehr aus Hungenroth. Zahlreiche Konventsmitglieder hatten ihren allseits beliebten Mitbruder bei der Beerdigung die letzte Ehre erwiesen.

Im Jahresbericht über die Hälfte seiner 2-jährigen Amtszeit ließ der Präsident dann den Veranstaltungsreigen des Konvents Revue passieren. Gemäß seinem Versprechen, die rechte Rheinseite mehr in den Fokus des Konvents zu rücken, hatte eine erste Tagestour im Juli zu Winzern in das hessische Lorch geführt. Loreleyweine wurden bei der Veranstaltung „Im Zauber der Loreley“ bei Weinbruder F.J. Gärtner gegenüber dem Loreleyfelsen verkostet. Als Höhepunkt der Aktivitäten bezeichnete er die Benefizveranstaltung des Konvents zu Gunsten der Mittelrheinischen Hospizgemeinschaft in der ausverkauften Rheinfelshalle in St. Goar.

Als biblische Weinprobe konzipiert erbrachte sie den stolzen Spendenbetrag von 5000 € und zeigte in verschiedenen Beiträgen aus dem Alten und Neuen Testament ganz nebenbei auf, dass die Bibel gewiss nicht weinfeindlich ist.

Schatzmeister Hugo Kirschhoch, dem von den Kassenprüfern Adolf Meinung und Karl Moog eine vorbildliche Kassenführung attestiert wurde, konnte eine überaus erfreuliche Bilanz vorlegen.

Anschließend wurde das mit Spannung erwartete neue Jahresprogramm vom Präsidenten vorgestellt. Im Mittelpunkt steht dabei die 4-tägige Wein- und Kulturreise ins Markgräflerland im Juni. Aber auch die Tagestour nach Bernkastel-Kues mit Besuch der Moselvinothek im Oktober dürfte viel Interesse erfahren.

Spannung kam auch auf, als zum Schluss des Konzils die vom Kellermeister mit je 3 Flaschen aus dem Bestand gefüllten „Wundertüten“ unbesehen erstanden werden konnten. Mit dieser Aktion wurde für den Einkauf neuer „Schätze“ Platz geschaffen.