Weinkonvent zum Hl. Goar:

5.000 Euro für die Hospizgemeinschaft Mittelrhein

Sechs Rotweinspender (von li. nach re.): Thilo Kurz, Dr. Gerhard Kleinz, Hugo Kirschhoch, Lothar Wahl, Karl Josef Perscheid, Thomas Philipps (stellvertretend für Klaus Gewehr)

Sechs Rotweinspender (von li. nach re.): Thilo Kurz, Dr. Gerhard Kleinz, Hugo Kirschhoch, Lothar Wahl, Karl Josef Perscheid, Thomas Philipps (stellvertretend für Klaus Gewehr)

Mehr als zwei Dutzend Weinschwestern und -brüder konnte der Präsident des Weinkonventes zum Hl. Goar im weihnachtlich geschmückten Domizil auf der Burg Rheinfels zur traditionellen Rotweinprobe begrüßen. Groß war dabei das Erstaunen der Weinfreunde, dass sie auf fast neuen bequemen und stabilen Stühlen Platz nehmen konnten. Die Organisatoren der gut gehüteten Aktion, Ehrenpräsident Walter Mallmann und Präsident Karl Josef Perscheid, wurden dann auch mit entsprechendem Applaus bedacht.

Ebenfalls viel Beifall erhielt Reinhard Franz für seinen wieder meisterhaft gestalteten Flyer mit den Probeweinen. Ein herzlicher Dank galt auch den Weinspendern sowie Hubertus Jacoby und Wolfgang Krammes für die Zubereitung eines köstlichen Burgunderbratens von der „wilden Wutz“ aus heimischen Wäldern.

Im Rückblick auf das großartige Gelingen der erst drei Wochen vorher stattgefundenen Benefizveranstaltung für die Hospizgemeinschaft Mittelrhein hob der Präsident noch einmal die breite Mitarbeit der Mitglieder hervor: „Der Erfolg einer solchen Veranstaltung hat viele Mütter und Väter.“ Dass auch das finanzielle Ergebnis äußerst erfreulich ist, trug der Schatzmeister Hugo Kirschhoch vor. Vom Konvent aufgerundet konnte der Hospizgemeinschaft die stolze Summe von 5.000.00 € überreicht werden.

Ergänzt um launige Weinanekdoten von Kellermeister Thomas Philipps stellten dann die Spender ihre Weine vor und verrieten dabei auch, warum sie gerade diesen Wein ausgewählt haben. Der Reigen der überwiegend aus dem Jahre 2015 stammenden Weine begann mit einem samtig-fruchtigen Frühburgunder aus Bingen (Dr. Gerhard Kleinz), während passend zum Essen elegante Spätburgunder aus der Pfalz (Thilo Kurz), vom Bodensee und aus Burgund (Bestand des Konvents)  gereicht wurden.

Hugo Kirschhoch stellte als nächsten Wein einen kraftvollen Primitivo aus Apulien vor, wobei die Bezeichnung nichts mit primitiv zu tun hat, sondern diese Traube jährlich als erste gelesen wird. Mit einem sehr komplexen Cabernet Riserva aus Südtirol (Karl Josef Perscheid) endeten die 2015er Weine. Von der Weinreise des Konvents ins Piemont hatte Lothar Wahl noch einen würzig-aromatischen Barbera d’Asti von 2007 mitgebracht. Ihm, wie auch dem letzten Wein des Abends, einem 1991er rubinroten Tempranillo aus Spanien (Klaus Gewehr) waren die Jahre nicht anzumerken, eignet sich doch gerade dieser Wein bestens für eine lange Lagerung.