Der Stadtrat stimmte der Bauvoranfrage der VG St. Goar-Oberwesel zum Bau des Aussichtsturmes „Spitzer Stein“ zu

Historische Abbildung des Naturdenkmals „Spitzer Stein“ (Sammlung Walter Mallmann)

Historische Abbildung des Naturdenkmals „Spitzer Stein“ (Sammlung Walter Mallmann)

Nachdem der Verbandsgemeinderat als Bauherr bereits einstimmig den Neubau eines Aussichtsturms am „Spitzen Stein“ in Form einer Stahlkonstruktion in die Wege geleitet hat, stimmte jetzt der Stadtrat von St. Goar dem Vorhaben ebenfalls einstimmig zu. Der Beschluss war notwendig geworden, da der künftige Turm auf St. Goarer Grund und Boden zu stehen kommt.

Der Mittelrhein-Region würde ein touristischer Anziehungspunkt fehlen, das war die eindeutige Meinung des Rates, wenn der inzwischen abgerissene, hölzerne Turm nicht durch einen neuen ersetzt würde. Der vorliegende Entwurf sieht nicht nur eine haltbarere Stahlkonstruktion vor, sondern greift auch die ehemalige Funktion des alten, steinernen Signalturms dort oben am „Spitzen Stein“ auf.

Damit wird nicht nur an die Historie dieses Ortes erinnert, als Nachrichten möglichst schnell mit einem optischen Telegrafen nach dem System Chappé weitergeleitet wurden. Wohlgemerkt geschah das in einer Zeit ohne Telefon, geschweige denn Handy. Es wird gleichzeitig auch eine deutliche Steigerung der Attraktivität dieses neuen Turms erreicht; denn das eigenhändige Betätigen dieses Signalsystems würde auf jeden Besucher einen zusätzlichen Reiz auslösen.

Ein ganz besonderes Highlight wäre es natürlich, wenn auf der anderen Rheinseite – z.B. spätestens im Hinblick auf die BUGA 2031 (2029) – ein Pendant errichtet würde, auf dem man die Nachrichten vom „Spitzen Stein“ empfangen und systemgerecht antworten könnte.

Modell des künftigen Aussichtsturmes auf dem „Spitzen Stein“ (Freigegeben durch Jäckel Architekten, Oberwesel)

Modell des künftigen Aussichtsturmes auf dem „Spitzen Stein“ (Freigegeben durch Jäckel Architekten, Oberwesel)